Wikipedia - GlasFusing
Nach dem ich meinen Post über Glasfusing oder Schmelzglas Fusing wegen eines darin verwendeten Bildes - das bei der Digital Millennium Copyright Act (DMCA)
gemeldet wurde löschen musste möchte ich hierzu eine Neuauflage bereitstellen.
Allerdings ohne die darin vorgekommenen Bilder, die eigentlich aus einem eigenen Buch entnommen wurden. (Eigene Scans)
Egal, hier die Revision des Posts.
Nun zum Thema: Fusing
Sieben Methoden der Glasbearbeitung- Bild Wikipedia.
Methoden für mund-/handgefertigte Gläser (v. l. n. r.):
Bleiverglasen, sandstrahlen, fusing/auflamieren, beleuchten, bemalen, biegen, ätzen.
Bleiverglasen, sandstrahlen, fusing/auflamieren, beleuchten, bemalen, biegen, ätzen.
Beim Fusing (dt. Verschmelzung) oder Fusen (neudeutsch für Glasverschmelzung) werden verschiedene (weiße oder farbige, eventuell mit Glasschmelzfarbe bemalte) Glasstücke bei 780–900 °C miteinander verschmolzen. Die Schmelztemperatur ist von Zusammensetzung und Dicke der Gläser abhängig. Temperaturbeständige Gegenstände, wie etwa Metalle, können mit eingeschmolzen werden.
Fusing ist in seinen Grundlagen, nach bisherigem archäologischem Wissensstand, ein mindestens 2200 Jahre altes Glasverarbeitungsverfahren. In den letzten Jahrzehnten wurde es zu einer der vielseitigsten und technisch anspruchsvollsten Glasverarbeitungstechniken weiterentwickelt. Viele Glasereien und künstlerische Glasstudios können Glas nach der Fusing-Technik verarbeiten. Das Verfahren wird in großer Variationsbreite eingesetzt: Von Modeschmuck und der Dekoration von Gegenständen bis hin zu Kunstobjekten, großen künstlerisch gestalteten Fenstern und anderen Glaselementen in Architektur und Innenarchitektur.
Heute werden folgende Grundvarianten des Fusing unterschieden:
Relief (engl. tack fuse)
Vollverschmelzung (engl. full fuse)
Glasfluss (franz. pâte de verre), Glaspaste wird in Form geschmolzen.
Konventionell handwerklich kann Fusing folgendermaßen ablaufen: Aus verschiedenfarbigen Glasplatten werden passende Teile mit einer besonderen Zange abgezwickt oder mit einem Glasschneider abgeschnitten. Die Glasstücke setzt der Glaskünstler dem Entwurf entsprechend zusammen, beispielsweise als Muster für den Rahmen eines Spiegels oder für die Herstellung einer Glasschüssel. Zwischenräume werden oft mit Glaspulver aus zerstampften Glasplatten ausgefüllt. Nun werden die Stücke im Brennofen verschmolzen. Die Temperaturen werden so gewählt, dass das Glas noch nicht als Flüssigkeit verläuft, alle Glasteile und Partikel aber eine dauerhafte Verbindung eingehen. Bei entsprechender Temperaturführung kann ein vollkommen geschlossener und harter Glaskörper hergestellt werden. Dieser Brennvorgang dauert, abhängig von Dicke und Durchmesser des Glases, etwa 18 bis 22 Stunden.
Der Glaskörper wird zunächst zu einer flachen Platte verschmolzen, die bei Bedarf in einem zweiten Arbeitsgang in einem Glasschmelzofen weiter geformt wird, z. B. wenn daraus eine Glasschüssel entstehen soll. Dazu werden Trägerformen oder Model verwendet, die oft aus Ton oder unglasierter Keramik bestehen. In konkave Model kann sich die erhitzte Glasplatte absenken und über konvexe Model kann sie sich aufbiegen. Die Form muss etwas größer als die Glasplatte sein, da Glas sich bei Erwärmung ausdehnt und beim Abkühlen zusammenzieht. Auf die entstandenen Objekte können nach dem Abkühlen Glasveredelungstechniken angewendet werden: Gravieren, Glasmalen, Schleifen, Sandstrahlen oder Ätzen.
Eine fortgeschrittene Anwendung des Verfahrens ist die Herstellung großer selbsttragender Glasscheiben oder Glasobjekte, die beispielsweise als Gegenwartskunst oder als Kirchenkunst künstlerisch kontrolliert gestaltet werden können. Dafür werden auch industriell hergestellte Glasbruchstücke (Fritten) und Glaspulver aus farblosen und farbigen Gläsern verwendet.
Die Herstellung derartiger „Fusing-Stücke“ setzt künstlerisches Talent und die Kenntnis der Verfahrenstricks voraus. So müssen die zusammengeschmolzenen Gläser den gleichen Ausdehnungskoeffizienten (AKW) haben und die Erhitzung und Abkühlung des Glases muss genau kontrolliert bestimmten Temperaturkurven folgen. Andernfalls können im Glas mechanische Spannungen entstehen, die es zerreißen oder zerspringen lassen. Große Fusing-Stücke können daher nur in einem Flachbett in digital gesteuerten Brennöfen hergestellt werden.
Besonders von fortgeschrittenen Glaskünstlern werden Glasöfen der Bauart „Glory Hole“ verwendet, weil sie es gestatten, kleinere Glasmassen direkt in verschiedenen angeschmolzenen oder nahezu flüssigen Zuständen künstlerisch zu bearbeiten. Glas wird dabei immer wieder für einen neuen Arbeitsgang durch das Loch in der Ofenwand gehalten und aufgeheizt, um es dann außerhalb des Ofens bearbeiten zu können.
Zur ebenso direkten Bearbeitung dienen Öfen mit ausziehbarem Flachbett. Das im Flachbett liegende Glas wird auf Bearbeitungstemperatur gebracht und dann für kurze Zeit aus dem Ofen hervorgezogen. Unter Beachtung der richtigen Verfahren und Vorsichtsmaßnahmen werden dann beispielsweise Chemikalien, Metallstaub oder farbige Glaspulver auf das angeschmolzene oder geschmolzene Glas gebracht. Besondere Kenntnisse setzt es voraus, mit Werkzeugen direkt gestalterisch in diese Glasmasse einzugreifen.
Eine weitere neue Variante ist die Pàte-de-Verre-Herstellung großformatiger Glasplastiken.
Schmelzglas - Fusing
Der Reiz bei der Glasverschmelzung liegt in den unendlich vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten. Fast alle Wünsche des Kunden können umgesetzt werden.
Ausgangsmaterial bei der Fusingtechnik (Glasverschmelzung)
ist Glas in Form von Scheiben, Granulat, Puder, Stangen, Barren usw. Außerdem verwenden wir zur Gestaltung die Metalle, Gold, Silber, Kupfer und Aluminium. Metalle werden zwischen mehreren Scheiben eingeschmolzen. Es lassen sich zwei- und dreidimensionale Objekte herstellen,
Für den Schmelzvorgang werden Glaszuschnitte in mehreren Lagen oder auch nebeneinander entsprechend der Zeichnung im Ofen ausgelegt.
Der Schmelzprozess findet in der Regel zwischen 780 und 850 Grad Celsius statt.
Dreidimensionale Stücke, z.B. Schalen und Vasen, benötigen zur Formgebung einen weiteren Brennvorgang. Die beim ersten Brand entstandene Glasplatte wird in Formen z.B. aus Keramik, Edelstahl, Keramikfaser bei Temperaturen zwischen 750 und 810 Grad Celsius gestaltet.
Fusing
Glasfusing, das Zusammenschmelzen verschiedener Glasstücke in einem Spezialofen, ist eine seit 200 v. Chr. bekannte Technik. Schon damals wurden Glasstangen zu Schalen verschmolzen.
Das Verfahren wurde in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt und um neue Möglichkeiten erweitert. Hinter dieser Technik verbirgt sich nicht nur der Schmelzvorgang von Glasstücken, sondern auch das Formen der Glasstücke.
Der Brennvorgang, bei dem die ausgewählten Gläser miteinander verschmolzen werden, wird als Fullfuse-Brand bezeichnet. Die Brenntemperaturen von 580° – 850° C sind durch computergesteuerte Öfen zu erreichen.
Die Verwendung von diversem Zubehör, wie:
* Fritten - kleine zerstoßene Glasstücke
* Stringers - dünne Glasfäden
* Email-Pulver - zum streuen oder malen
* Confetti - hauchdünne Glasplättchen
ist möglich.
Die Farbe wird dabei in äußerst beständiger Art und Weise in das Glas eingebettet und verleiht ihm eine unnachahmliche Farbbrillanz.
Anschließend können die verschmolzenen Teile gewölbt, abgesenkt, sandgestrahlt oder graviert werden. So in vielen Teilen die Wikipedia und mein Post zum Fusing, eben in der CC Lizenz von Wikipedia.
Glaskunst - Alte Gläser - Bild Wikipedia
Scan aus: Meyers Großes Konversationslexikon, 6. Auflage, Band 8, 1907, Lemma: Glaskunstindustrie.
Google Pictures zu FusingGoogle Pictures zu Schmelzglas
Google Pictures zu Glasverschmelzung
Quellen - Wikipedia - eigene Lexikas-Lexikon des Glases- Beyars-Meine Glas-Bücher. 14.8.11


0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen