Hommage an Goethes Sonett "Natur und Kunst" :
Natur und Kunst
Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen,
Und haben sich, eh' man es denkt, gefunden,
Der Widerwille ist auch mir verschwunden,
Und beide scheinen gleich mich anzuziehen.
Es gilt wohl nur ein redliches Bemühen!
Und wenn wir erst in abgemeßnen Stunden;
Mit Geist und Fleiß uns an die Kunst gebunden,
Mag frei Natur im Herzen wieder glühen.
So ist's mit aller Bildung auch beschaffen:
Vergebens werden ungebundne Geister
Nach der Vollendung reiner Höhe streben.
Wer Großes will, muß sich zusammenraffen:
In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister,
Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben.
Johann Wolfgang von Goethe
Richard Otfried Wilhelm
* 7. Februar 1932 in Bautzen, ist ein deutscher bildender Künstler und Glasgestalter.
Wilhelm schuf als Gründungsinitiator und Leiter eines Künstlerkollektivs für Glasgestaltung sowie durch Lehrtätigkeit grundlegende Voraussetzungen für eine eigenständige Entwicklung architekturgebundener Glaskunst in der DDR.
Eigene Arbeiten führte er besonders in den Techniken Bleiverglasung, Glasmalerei, Schliff- und Sandstrahltechnik, Glasapplikation, Beton- und Schichtglastechnik aus.
Unter den für öffentliche Bauten der DDR geschaffenen Werken ist die gemeinsam mit Reginald Richter gestaltete „Gläserne Blume“ für den Palast der Republik (1975/76) wohl das bekannteste. Nach 1989 befasste sich Wilhelm vorrangig mit der Restaurierung und Neugestaltung von Bleiglasfenstern in historischen Dorfkirchen und anderen denkmalgeschützten Gebäuden.
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| Gläserne Blume. |

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